Drei Wochen in Schweden- Marlene Reiter (6a)
Am 1. Februar reiste ich alleine für drei Wochen nach Stockholm. Während meines Aufenthaltes besuchte ich den naturwissenschaftlichen Zweig des Kungsholmens Gymnasium. Dort wurde ich herzlich aufgenommen. Meine Mitschüler halfen mir zu Beginn die richtigen Räume zu finden, erklärten mir wichtige schwedische Wörter, die mir unbekannt waren und unterstützten mich generell bei allen alltäglichen Dingen. Einer der größten Unterschiede zu österreichischen Schulen ist, dass jeder Schüler*in ein gratis – meist auch sehr gutes – Mittagessen bekommt, welches meistens schon um 11:20h stattfand. Außerdem hatte ich relativ wenige unterschiedliche Fächer im Vergleich zu unserer Schule, auch die Dauer einer Unterrichtseinheit beträgt nicht 50 min, sondern zwischen 70-80 Minuten.
Natürlich war ich nicht nur in der Schule, sondern verbrachte auch viel Zeit mit meiner Gastfamilie. Meine Gastmutter war außerdem die Klassenvorständin meiner Klasse, was mir bei der Organisation meines Schulalltages eine große Hilfe war. Besonders freute ich mich auf die beiden Gastbrüder, Tobias und Lucas. Für sie konnte ich endlich einaml eine große Schwester sein. Das Haus meiner Gastfamilie befand sich 30 min außerhalb von Stockholm, weshalb ich jeden Tag einen relativ langen Schulweg mit Pendeltag und Metro bestreiten musste.
Meine Freizeit nutzte ich für Besichtigungen, beispielsweise besuchte ich an meinem ersten freien Tag das ABBA-Museum, anschließend schlenderte ich durch die wunderschöne Innenstadt Stockholm. So verschaffte ich mir einen ersten Überblick und Eindruck. Da es im Februar sehr kalt werden kann, an diesem Tag hatte es zum Beispiel -10 Grad, setzte ich mich nach einiger Zeit in ein Café um mich aufzuwärmen. Dort genoss ich die einzigartige Aussicht auf das zugefrorene Meer.
In Schweden sind Eislaufen und Langlaufen weitverbreitete Zeitvertreibe, weshalb meine Gastfamilie einen Ausflug zu einem großen nahegelegen See in Tullingen machte, wo dies aufgrund der dauerhaft niedrigen Temperaturen möglich war. Besonders meine Gastbrüder freuten sich mit mir Eislaufen gehen zu können um mir ihre „Künste“ vorzuführen. Diese zwei Tage würde ich als meine persönlichen Highlights meines Aufenthalts bezeichnen, da es einfach unglaublich viel Spaß gemacht hat.
Im Laufe der drei Wochen versuchte ich möglichst viele Spezialitäten, wie verschieden Versionen von Bullar, oder Semla, das sind schwedische Krapfen, zu probieren. Wobei ich mich besonders in die gefüllten Semla verliebt habe. Vor meiner Reise kannte ich diese nicht und erst in meiner Vorbereitung auf meinen Aufenthalt wurde mir bewusst, wie viele Spezialitäten es in Schweden gibt.
Abschließend will ich mich für die Möglichkeit bedanken, dass ich durch das Erasmus+ Programm sehr viele neue Erfahrungen sammeln durfte, beeindruckende Orte erleben durfte, faszinierende Leute kennenlernen konnte und über mich hinauswachsen konnte. Die Zeit ganz alleine in einem fremden Land mit Menschen, die man nicht kennt, war anfänglich herausfordernd und überfordernd, jedoch half es mir etwas selbstständiger zu werden. Deswegen würde ich es immer wieder machen und jeder Person, die genau diese Chance hat, den Ratschlag geben, go for it!








